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Spaß im Beruf

Ein bisschen Spaß muss sein?

Meine magischen Momente: Spaß

Spaß haben – wie viel davon gestatte ich mir?

Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass das Wort Spaß aus dem italienischen spasso  kommt und soviel bedeutet wie Zerstreuung, Zeitvertreib, Vergnügen. Hand auf’s Herz, wie viel davon erlaube ich mir? Regelmäßig? Ich meine keineswegs eine „verordnete“ Spaßzeit, sondern die Zeiten, die für mich magische Momente des entspannten Gelöst-Seins sind? Da hilft es mir, mir immer mal wieder bewusst zu machen, was mir überhaupt Spaß bereitet:

  • Welche Tätigkeiten und Aktionen gehören dazu?
  • Wo erlebe ich Spaß und kann alles um mich herum vergessen?
  • Mit wem kann ich meinen Spaß am besten teilen, erleben?

Spaß haben hat ja unterschiedliche Facetten:  z.B. mit jemandem einen Spaß treiben einen Streich spielen. Sehr beliebt am 1. April. Spaß ist aber auch etwas, über das ich ganz herzhaft lachen kann, wie über einen Witz oder einen spontanen Scherz. Was ist MEIN Spaß? Für mich ist es der Spaß, den ich mit anderen Menschen in unbeschwerter Freude teilen kann.  Der niemandem schadet und niemanden vorführt, in dem Verletzendes öffentlich gemacht wird. Spaß als pure Lebensfreude, als Verbindung zu Menschen, die diesen Spaß auch richtig genießen können und sich so richtig wohl fühlen wollen. So ist es irgendwie selbstverständlich, dass wir Spaß in der freien Zeit haben, Spaß mit Freunden, mit der Familie. Darf ich aber auch Spaß bei der Arbeit, in meinem Beruf haben? Darf ich auch dort diese magischen Momente erleben?

Ich denke schon. In meiner langjährigen Erfahrung als Perspektiven-Coach für Menschen, die sich beruflich erst orientieren, neu orientieren oder innerhalb des bestehenden Berufes neue Perspektiven suchen, konnte und kann ich immer wieder feststellen, dass als weit verbreiteter Wunsch auch dort vorherrscht: Spaß im  Beruf zu haben. Warum klappt das nicht immer? Oder vielleicht auch (vorübergehend) gar nicht mehr? Für mich habe ich da einen Weg entdeckt, wie ich meinen Spaß im Beruf wieder zurückholen und bewusst machen kann. Ein Versuch ist es wert!

Und hier mein Experiment: Ich betrachte meine derzeitige Arbeit mit den Augen eines Menschen, der seit 1 Jahr und mehr vergeblich nach einer Aufgabe nach, einem Job sucht und beantworte mir mit dessen Augen folgende Fragen:

  • Warum würde ihm meine Arbeit wohl gefallen?
  • Was sieht er, was ich vielleicht aus den Augen verloren habe?

Mit den Antworten komme ich wieder zurück zu mir und stelle mir die Frage:

  • Wie kann ich an dem, was ich nicht mehr gesehen hatte wieder nach und nach Spaß haben?
  • Was kann ich selbst dazu beitragen und von wem kann ich dabei Unterstützung erbitten. (Auch mal wieder um etwas Bitten lernen?)

Fällt mir ja auch nicht immer leicht, aber in einer spaßerfüllten, entspannten Wohlfühlatmosphäre schon. Dann können wir vielleicht gemeinsam folgendes entkräften:
„Mir scheint, die wichtigste Redensart im Deutschen heißt: Spaß beiseite.“ (Ramanthan Guri).

Herzlichst Ihre Johanna Frank

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