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Lachen ist gesund

"Werdet wieder wie die Kinder" sagt schon die Bibel, "Lachen ist gesund" sagt - nicht nur - Johanna Frank ...

Meine magischen Momente: Lachen

Da waren sie wieder, diese kleinen magischen Momente im Alltag. Gestern hatte ich überraschend Besuch von einem jungen Mann mit seiner kleinen Familie. Das Baby, dieses kleine Wesen, hat mich derart verzaubert, dass ich diese Magie einfach weitergeben möchte. Gerade einmal 8 Wochen alt hat es mich angestrahlt, gelacht und gejuchzt, dass der Funke direkt mitten ins Herz übersprang. Es ist schon unfassbar, wie einfach es ist, einen Menschen zum Lachen zu bringen und damit richtig glücklich zu machen. Kleiner Björn ich danke dir für dieses besondere Geschenk, für diesen wunderschönen magischen Moment mitten in meinem Alltag.

Lachen - warum denken wir nicht viel häufiger daran wieder einmal richtig herzhaft zu lachen? Uns damit verzaubern zu lassen? Es einfach zu verschenken? Gelesen habe ich, dass Kinder am Tag ca. 400 mal lachen, Erwachsenen aber nur ca. 15 mal. Muss direkt mal überlegen, wie das bei mir aussieht.

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft spielt das Lachen offensichtlich keine so große Rolle mehr. Obwohl die positiven Auswirkungen des Lachens in der Medizin seit Jahrtausenden bekannt ist und bestätigt wird und dies auch immer wieder im Ratgeberteil von Zeitschriften etc. zu lesen ist:

  • „Lachen ist gesund“
  • „Ein herzhaftes Lachen im Dienste der Gesundheit“
  • „Lachen ist die beste Medizin“
  • „Lachen steigert das Immunsystem“
  • ...

Da tut sich ja doch was, in Puncto Lachen. Nur frage ich mich dann, warum gerade wir Deutschen so wenig wirklich herzhaft lachen. Warum müssen wir im „Lachen“ geschult regelrecht „ausgebildet“ werden?  Im Internet finde ich dazu zahlreiche Seiten und u.a. auch eine Liste von deutschen Lachclubs.

Lachen als Therapie? Lachen als ganz spezielles Wellness-Programm? Wellness-Angebot?

Nun gibt es auch Menschen, die verbinden mit Lachen durchaus auch negative Gefühle. Sie bringen lachen in Zusammenhang mit Auslachen, Ausgelacht-werden, lächerlichsein. Sie haben Angst sich lächerlich zu machen. So gibt es seit vielen Jahren Lachtherapien. Sicherlich einer der bekanntesten Vertreter der Lachtherapie ist Viktor Frankl (Wien 1905 – 1997), Neurologe, Psychologe, Psychotherapeut.

Schaue ich nun einmal in das Berufsleben. Dort müsste unbedingt mit solch abstrusen Vorurteilen aufgeräumt werden, wie: „Wo gelacht wird, wird nicht gearbeitet“, „Ein humorvoller Chef hat keine Führungsqualität“, „wenn die Mitarbeiter lachen, sind sie nicht ernsthaft bei der Sache“ u.u.u. In vielen Berufsbereichen sollte eigentlich das Lachen Bestandteil der Arbeitskultur werden – das würde so manches Wunder im Hinblick auf die Motivation bewirken und würde so vielen Menschen ihre kleinen aber auch großen magischen Momente verschaffen.

Impuls und Mut zu einem Experiment?
Muss ich aber darauf warten, dass mir Lachen erlaubt, Lachen verordnet wird? Ich denke nein, Lachen als Zeichen von Lebensfreude, als Zeichen des freundlichen Umgangs miteinander im zwischenmenschlichen Bereich schafft eine angenehme Atmosphäre, die die Kreativität steigert und so auch zu überraschenden Ergebnissen führt. Lachen öffnet Türen, erzeugt Sympathie, verbindet, nimmt Ängste und entsorgt so manchen Seelenmüll. „Lächle, und die Welt lächelt zurück!“ dieses Sprichwort gibt mir meinen Impuls für den Tag. Verschenken wir doch wieder einmal solche kleinen magischen Momente. Erstmal uns selbst und dann an andere.

Bis nächste Woche herzlichst Johanna Frank

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