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Adventszeit

Advent, Advent, die Glückseligkeit brennt ...

Meine magischen Momente: Adventszeit – Meine Sinne aktivieren?

Seit vielen Jahren wünsche ich mir einen ganz besinnlichen Besuch auf einem wunderschönen atmosphärisch eindrucksvollen Weihnachtsmarkt. Wie groß war die Freude, als Freunde eine Busfahrt zu wohl einem der schönsten – so die Einführung unserer Begleiterin – Weihnachtsmärkte in Deutschland organisiert hatten. So ging es nach Frankfurt am Main.

Schade, dass es bereits auf der Fahrt dort hin zu regnen begann. Aber, so dachte ich, das spielt überhaupt keine Rolle, denn wir waren „regendicht“ ausgestattet und überhaupt, die Vorfreude war so groß, dass das Wetter schon gar keinen Einfluss auf diese haben konnte. Angekommen reihte sich der Bus in die Spur der vielen anderen Busse mit ebenso vielen vorfreudegeschwängerten Menschen ein. Aussteigen, einen Treffpunkt für die Abfahrt vereinbaren und dann kann jeder seines eigenen Weges gehen. Gesagt getan. Hinein ins Gewühle und Geschiebe. Menschen über Menschen vorbei an schillernden Büdchen, wohin man zwischen den vielen Menschen nur Fragmente des vorweihnachtlichen Glücks erhaschen konnte. Aber welchen Glücks? Ich wartete vergeblich auf das sich einstellende seligmachende Kindheitsgefühl. Dieses friedvoll glückselige Dahinschweben. Aus jeder Ecke drangen die unterschiedlichsten musikalischen Tonfetzen, die sich aber nicht zu einer Einheit einstellen wollten.

Und dann war er plötzlich da, dieser kleine Augenblick des magischen Moments. Vor mir eine Tür zu einem Kirchenraum. Mitten auf dem Römerplatz. Es zieht mich förmlich hinein. Heraus aus dem Gewühle und schlagartig bin ich eingehüllt in eine unendliche Stille. Sanftes Kerzenlicht, eine in warmes Licht getauchte Krippe, Menschen, die einfach für eine kurze Zeit innehalten und diese wunderbare Stille genießen. Kein Lärm von draußen, nur Stille und das Gefühl, auf das ich die ganz Zeit gewartet habe. Ganz zufrieden mit großer innerer Ruhe kann ich jetzt von innen nach außen blicken und mir sagen, jeder findet für sich die Augenblicke, die er braucht, um seine vorweihnachtlichen Gefühle zu erleben. Auch im größten vorweihnachtlichen Trubel der „essens- und trinklastigen“ Weihnachtsmärkte. Jedem das Seine.

So wünsche ich allen, das zu finden, was gut tut und die ganz eigenen persönlichen magischen Momente verschafft. Frohes Finden, Erleben und Genießen. Bis nächste Woche
herzlichst Ihre Johanna Frank.

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